Dieselgate: Auto zurück, Geld zurück
Millionen manipulierte Diesel. Ein Grundsatzurteil des BGH. Und plötzlich konnten Käufer ihren Wagen zurückgeben und den Kaufpreis zurückverlangen. Der Vertrag wurde einfach rückabgewickelt.
Beim Auto treffen zwei Dinge aufeinander, die Streit sicher machen: viel Geld und viel Technik, die kaum jemand überprüfen kann.
Die größten Vertragsskandale der letzten Jahre hatten hier ihren Ursprung. Dieselgate hat gezeigt, dass ein Kaufvertrag auch Jahre später noch rückabgewickelt werden kann.
Und der Autokredit-Widerruf hat gezeigt, dass der Weg aus dem Auto manchmal über die Bank führt und nicht über den Händler.
Millionen manipulierte Diesel. Ein Grundsatzurteil des BGH. Und plötzlich konnten Käufer ihren Wagen zurückgeben und den Kaufpreis zurückverlangen. Der Vertrag wurde einfach rückabgewickelt.
Wer sein Auto finanziert hat, konnte über einen Formfehler im Kreditvertrag aus dem Kauf aussteigen und den Wagen zurückgeben. Für viele Diesel-Fahrer der Notausgang ohne Manipulations-Nachweis.
Nach dem VW-Skandal kam das Thermofenster. Und mit ihm ein neuer Anspruch: Diesmal reicht schon Fahrlässigkeit des Herstellers. Betroffene bekommen 5 bis 15 Prozent des Kaufpreises zurück, ganz ohne Betrugsnachweis.
Der Gebrauchte streikt kurz nach dem Kauf, und der Händler winkt ab? Innerhalb des ersten Jahres muss er beweisen, dass alles in Ordnung war. Nicht du. Ein Gewährleistungsausschluss zählt beim Händler nicht.
Der Kostenvoranschlag sagte 800 Euro, die Rechnung will 1.400. Bei wesentlicher Überschreitung ohne Vorwarnung musst du die Mehrkosten oft nicht zahlen. Und darfst sogar kündigen.
Ein privater Strafzettel wegen Falschparkens sieht amtlich aus, ist er aber nicht. Es ist eine Vertragsstrafe. Der BGH sagt: 30 Euro sind okay, aber der Halter haftet nicht automatisch.
Ein Audi Q7 kommt nach drei Jahren zurück, das Gutachten nennt 6.817,54 Euro. Dann legt die Leasingfirma noch 1.295,33 Euro Umsatzsteuer obendrauf. Der Bundesgerichtshof strich sie komplett.
Bestellt, angezahlt, gewartet. Sechs Wochen darf ein Händler den unverbindlichen Liefertermin reißen. Danach kippt eine einzige Frist den ganzen Vertrag.
Zweimal fragt die Kaeuferin nach Unfallschaeden, zweimal verneint die Verkaeuferin. Am Ende muss sie den kompletten Kaufpreis zurueckzahlen. Ein BGH-Fall zeigt, wo die Grenze zum Bagatellschaden liegt.