Bekannte Verträge
Bekannte Verträge & ihre Risiken
Wir nehmen die Nutzungsbedingungen bekannter Dienste auseinander und zeigen dir die Schwachstellen. Immer mit aktuellem Stand.
Ende-zu-Ende-verschlüsselt, und trotzdem ein Datenstaubsauger: Metadaten, Meta-Konzern-Datenteilung und eine Friss-oder-stirb-Logik bei Änderungen. Hier die Schwachstellen im Detail.
Analyse ansehenVodafone
24 Monate Bindung, Drosselung und eine umstrittene Preiserhöhung, gegen die eine Sammelklage läuft. Aber das neue TKG gibt dir starke Hebel zurück, von der Entschädigung bei Störung bis zur Minderung bei zu langsamem Netz.
Analyse ansehenTelekom
Mehrere Preisrunden bis 2026, 24 Monate Bindung und Bonitätsprüfung. Doch das gleiche TKG, das den Konzern zur Vertragsänderung zwingt, gibt dir das Sonderkündigungsrecht und die Entschädigung in die Hand.
Analyse ansehen1&1
Als vierter Netzbetreiber baut 1&1 ein eigenes Netz noch auf, die Abdeckung schwankt je nach Standort. Vertraglich gilt aber dasselbe TKG wie überall, mit monatlicher Kündbarkeit, Minderung und Entschädigung als deine Hebel.
Analyse ansehenAmazon
Weites Ermessen bei Kontosperrungen, eine gerichtlich beanstandete Prime-Preisklausel und Marketplace-Verträge mit Fremden. Dafür gibt dir Amazon freiwillig mehr als das Gesetz, und die Pflichtrechte bleiben trotz Luxemburg-Klausel bei dir.
Analyse ansehenKleinanzeigen
Die Plattform ist nur Vermittler, bei Betrug stehst du dem anderen Nutzer allein gegenüber. Aber ein als privat getarnter Händler kann sich nicht aus der Haftung stehlen, und beim Gewerblichen gelten deine vollen Verbraucherrechte.
Analyse ansehenDeine Fotos speisen Profile und seit 2025 auch Metas KI. Widersprechen musst du selbst. Doch die DSGVO und der Digital Services Act geben dir Auskunft, Löschung und Widerspruch als scharfe Werkzeuge in die Hand.
Analyse ansehenFacebook verfolgt dich bis weit außerhalb der Plattform und stellt dich vor die Wahl, zu zahlen oder Werbung zu akzeptieren. Der EuGH und der BGH haben dir aber starke Hebel verschafft, bis hin zu 100 Euro für ein Datenleck.
Analyse ansehenTikTok
Ein Algorithmus, der auf Verweildauer optimiert ist, und Daten, die bis nach China flossen. Die EU hat mit Rekordbußgeldern reagiert. Deine Hebel: Auskunft, Löschung, Widerspruch und die neuen DSA-Rechte.
Analyse ansehenDeine Posts bleiben deine, aber die Lizenz an Reddit ist unbefristet und wird für KI-Training an Google und OpenAI verkauft. Löschen hilft nur für die Zukunft. Dafür bleibt dir dank nicht-exklusiver Lizenz das Eigentum an deinen Inhalten.
Analyse ansehenSnapchat
Verschwindende Nachrichten sind ein Feature, keine Garantie, und öffentliche Inhalte gibst du sehr weit frei. Doch private Snaps haben eine viel engere Lizenz, und die Snap Map ist standardmäßig aus.
Analyse ansehenPayPal
Der Käuferschutz ist ein starkes Werkzeug, hat aber Lücken, und dein Guthaben kann bei Verdacht eingefroren werden. Wichtig: Freunde-und-Familie-Zahlungen sind schutzlos, und deine gesetzlichen Rechte bleiben immer bestehen.
Analyse ansehenKlarna
Jetzt kaufen, später zahlen senkt die Hemmschwelle und kann in die Schuldenfalle führen. Der Rechnungskauf hat aber einen echten Vorteil: Du zahlst erst nach Erhalt der Ware, und dein Widerrufsrecht bleibt unberührt.
Analyse ansehenTemu
Spottpreise mit Countdown und Glücksrad, dafür Produkte im Verdacht der EU-Kommission und Erstattung als Gutschein. Deine Rechte gelten trotzdem: 14 Tage Widerruf, Gewährleistung, und bei Zahlung über PayPal ein zweites Sicherheitsnetz.
Analyse ansehenX (Twitter)
Seit 2024 nennt X ausdrücklich das KI-Training mit deinen Posts und verlegt den Gerichtsstand nach Texas. Für dich als EU-Nutzer greift das kaum: Dein Heimatgerichtsstand bleibt, und die irische Behörde stoppte bereits das Grok-Training.
Analyse ansehenBooking.com
Nur-noch-1-Zimmer und nicht erstattbare Tarife setzen dich unter Druck, und Booking haftet nur begrenzt. Der große Vorteil seit 2024: Als DMA-Gatekeeper darf Booking Hotels nicht mehr verbieten, woanders günstiger anzubieten.
Analyse ansehenPlayStation Network
Digitale Spiele sind nur geliehen, nicht dein Eigentum, und nach dem Download ist die Rückgabe meist weg. Der Trick liegt im Timing: Vor dem Download hast du 14 Tage Widerrufsrecht, danach verfällt es.
Analyse ansehenApple Media Services und App Store
Du zahlst wie für einen Kauf, bekommst aber nur eine Lizenz: Apple schreibt ausdrücklich, dass gekaufte Inhalte später aus den Diensten verschwinden können und Apple nicht dafür verantwortlich ist, sie dir weiter bereitzustellen. Beim App-Kauf tritt Apple nur als Vermittler auf, dein Vertragspartner ist der Entwickler. Immerhin gilt für dich als deutscher Verbraucher laut den Bedingungen deutsches Recht und dein Heimatgericht.
Analyse ansehenGoogle-Konto und Google Play
Ein Google-Konto bündelt Gmail, Fotos, Drive, Play-Käufe, YouTube und Android, und genau das macht eine Sperre so schmerzhaft. Die Play-Bedingungen lassen dich beim Kauf ausdrücklich auf dein Widerrufsrecht verzichten und erlauben Google, gekaufte Inhalte wieder zu entfernen. Dafür sind die EWR-Fassungen deutlich verbraucherfreundlicher als früher, auch weil deutsche Gerichte Google mehrfach zurückgepfiffen haben.
Analyse ansehenMicrosoft-Konto
Der Microsoft-Servicevertrag ist ein einziges Dokument für Windows, Xbox, Microsoft 365, Outlook und Skype, und deshalb hängt sehr viel an einem einzigen Konto. Besonders heikel: Microsoft verlangt eine Anmeldung mindestens alle zwei Jahre, sonst wird das Konto geschlossen und Daten werden gelöscht. Beim Kündigungsprozess hat Microsoft 2026 vor dem Landgericht München I verloren.
Analyse ansehenYouTube
YouTube darf nach den Bedingungen jedes hochgeladene Video monetarisieren, auch wenn du gar nicht im Partnerprogramm bist. Gleichzeitig räumst du YouTube und allen anderen Nutzern eine weltweite, kostenfreie Lizenz an deinen Inhalten ein. Der große Vorteil für dich: Für Nutzer in Deutschland gilt ausdrücklich deutsches Recht, und deutsche Gerichte haben YouTube bei Sperrungen schon mehrfach in die Schranken gewiesen.
Analyse ansehenN26
N26 führt dein Girokonto nach deutschem Recht, die Basisversion ist kostenlos und die Premium-Stufen kosten 4,90 bis 16,90 Euro im Monat. Der Vertrag besteht aus mehr als einem Dutzend Einzeldokumenten, die wichtigsten Kostenfallen stehen nicht in den AGB selbst, sondern im Preis- und Leistungsverzeichnis. Zwei Punkte fallen auf: ein Verwahrentgelt auf hohe Guthaben und ein Änderungsmechanismus, bei dem dein Schweigen als Zustimmung gilt.
Analyse ansehenTrade Republic
Trade Republic ist seit Ende 2023 eine Vollbank und darf nur Verbraucher als Kunden annehmen. Die Kundenvereinbarung besteht aus einem Rahmenvertrag und zwölf Anlagen, die entscheidenden Regeln zu deinem Geld stehen in Anlage 3. Seit dem Auslaufen der deutschen Ausnahme vom PFOF-Verbot am 30.06.2026 läuft der Handel über rund 30 Börsen zu 1 Euro Fremdkostenpauschale, bei selbst gewähltem Handelsplatz zu 2 Euro.
Analyse ansehenSteam
Auf Steam kaufst du keine Spiele, sondern Lizenzen, die an dein Konto gebunden sind und die du weder verkaufen noch vererben oder übertragen darfst. Valve darf den Vertrag einseitig ändern und bei Verstößen Konto und Bibliothek sperren, ohne dass du Geld zurückbekommst. Der große Vorteil für dich: Valve unterwirft den Vertrag ausdrücklich dem Recht deines Wohnsitzlandes, damit gilt deutsches Verbraucherrecht.
Analyse ansehenDiscord
Discord ist für dich als EU-Nutzer deutlich fairer aufgestellt als für Nutzer in den USA: Kein Schiedsverfahren, kein Sammelklageverzicht, und du kannst an deinem Wohnsitzgericht klagen. Kritisch sind der Haftungsdeckel von 100 US-Dollar, die Behandlung von Nitro und virtuellen Gütern als reine Lizenz ohne Erstattung und der Versuch, dein Widerrufsrecht sofort beim Kauf abzuschalten. Dazu kommt die anlaufende Altersprüfung mit Ausweis oder Gesichtsscan.
Analyse ansehenNetflix
Netflix verkauft dir maximale Flexibilität, behält sich aber alle wesentlichen Stellschrauben selbst vor: den Preis, das Programm und die Frage, wer überhaupt zu deinem Haushalt gehört. Die Nutzungsbedingungen sind auffällig kurz und lassen zentrale Punkte wie Erstattungen komplett offen. Genau an der Preisklausel ist Netflix in Deutschland vor Gericht gescheitert, das ist für dich bares Geld wert.
Analyse ansehenSpotify
Dein Vertragspartner sitzt in Stockholm, es gilt aber ausdrücklich deutsches Recht, das ist für dich günstiger als es zunächst klingt. Heikel ist vor allem die Änderungsmechanik: Schweigst du 30 Tage lang, gelten geänderte Bedingungen als akzeptiert. Bei Preiserhöhungen hat Spotify damit vor dem Kammergericht Berlin allerdings verloren.
Analyse ansehenDAZN
DAZN hat die schlechteste Bilanz vor deutschen Gerichten: Das Oberlandesgericht München hat gleich neun Klauseln kassiert, und der vzbv führt eine Sammelklage wegen der Preiserhöhungen 2021 und 2022. Heikel bleiben die dreißigtägige Kündigungsfrist selbst beim Abo ohne Mindestlaufzeit, die Bindung an Mindestlaufzeiten und der Vorbehalt, das Sportpaket zu ändern. Dein Vertragspartner sitzt in London, also außerhalb der EU.
Analyse ansehenSky und WOW
Sky und WOW arbeiten mit einem zersplitterten Regelwerk aus AGB, Nutzungsbedingungen und eigenen Kooperationsbedingungen, das macht es schwer, den eigenen Vertrag überhaupt zu überblicken. Inhaltlich ist der Vorbehalt, das Programm jederzeit zu ändern, der Kern des Problems, denn genau daran ist Sky schon vor Gericht gescheitert. Aktuell brisant ist der Wegfall der HBO-Inhalte, der ein Sonderkündigungsrecht begründen kann.
Analyse anseheneBay
eBay verkauft dir nichts, sondern vermietet dir nur den Marktplatz: Nach § 1 Abs. 1 der AGB wird eBay ausdrücklich nicht Vertragspartner der Kaufverträge, die zwischen den Nutzern geschlossen werden. Der Nutzungsvertrag selbst gibt eBay weitreichende Sanktionsmöglichkeiten bis zur endgültigen Kontosperre samt Wiederanmeldeverbot, während eBay die eigene Haftung auf Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit und wesentliche Vertragspflichten zurückschneidet. Immerhin gilt deutsches Recht und dein Gerichtsstand als Verbraucher liegt an deinem Wohnsitz.
Analyse ansehenZalando
Zalando wirkt wie ein einziger Shop, ist aber je nach Artikel ein anderer Verkäufer: Nach Ziffer 1.3 schließt du bei Partnerware einen Vertrag allein mit dem Partner oder mit Zalando und dem Partner zusammen. Die großzügige Retourenpolitik hat einen harten Gegenpol in Ziffer 1.10, die den Ausschluss von Kunden mit auffällig hohem Retourenverhalten für bis zu zwölf Monate erlaubt. Das gesetzliche Widerrufsrecht bleibt davon unberührt, und die Verbraucherzentrale hat Zalando bereits erfolgreich wegen Gutscheinbedingungen und Mahngebühren verklagt.
Analyse ansehenLieferando
Lieferando verkauft dir kein Essen, sondern nur die Vermittlung: Die AGB definieren den Vertrag ausdrücklich als Vereinbarung zwischen dir und dem Geschäft, an der Takeaway.com nicht beteiligt ist. Artikel 15 Absatz 1 schließt die Haftung für das Angebot, die Richtigkeit der Geschäftsinfos, die Durchführung des Vertrags und sogar die Erreichbarkeit der Plattform aus. Gleichzeitig kannst du nach Artikel 7 Absatz 1 eine Bestellung bei Lieferando überhaupt nicht stornieren, und der vzbv klagt derzeit gegen die Servicegebühr.
Analyse ansehenAirbnb
Airbnb vermittelt nur: Nach Ziffer 17 ist und wird Airbnb keine Vertragspartei des Vertrags, den du mit dem Gastgeber schließt, und garantiert weder Existenz noch Qualität, Sicherheit, Eignung oder Rechtmäßigkeit eines Inserats. Für dich als deutschen Verbraucher gilt irisches Recht, für die Zahlungen sogar luxemburgisches, wobei günstigeres deutsches Verbraucherrecht laut Ziffer 23 vorgeht. Der größte Kostenfaktor ist die Stornopolitik: Rückerstattungen richten sich nach den Bedingungen des Gastgebers, und Servicegebühren sind laut Ziffer 10 grundsätzlich nicht erstattungsfähig.
Analyse ansehenDeutsche Bahn
Wenn du ein ICE- oder IC-Ticket kaufst, schliesst du je nach Angebot einen von mehreren sehr unterschiedlichen Vertragstypen ab. Flexpreis kostet am meisten, laesst sich dafuer fast entgeltfrei stornieren. Sparpreis und Super Sparpreis sind guenstiger, dafuer an einen bestimmten Zug gebunden und nur eingeschraenkt oder gar nicht stornierbar. Dazu kommt die BahnCard als separater Jahresvertrag mit automatischer Verlaengerung. Auffaellig beim Lesen: die Fahrgastrechte bei Verspaetung sind gesetzlich vorgegeben und gelten unabhaengig vom Ticketpreis, das wird in den AGB oft uebersehen.
Analyse ansehenLufthansa
Die ABB Flugpassage regeln nicht die Flugpreise selbst, sondern den rechtlichen Rahmen deiner Buchung: Flugscheingueltigkeit, Umbuchung, Gepaeck, Verspaetungen und Haftung. Auffaellig ist Artikel 3.3.3, der bei Abweichung von der gebuchten Streckenfuehrung eine Nachkalkulation des Flugpreises vorsieht, also die klassische Klausel gegen ausgelassene Flugsegmente. Der Bundesgerichtshof hat eine solche Klausel 2025 fuer bestimmte Faelle fuer unwirksam erklaert. Bei Gepaeck und Verspaetung gilt die Haftungsordnung des Montrealer Uebereinkommens mit festen Hoechstbetraegen in Sonderziehungsrechten.
Analyse ansehenRyanair
Ryanair verkauft Ticketpreise, die fast nie das sind, was du am Ende zahlst. Sitzplatz, Gepaeck und Check-in-Optionen kommen einzeln dazu, und wer online etwas vergisst, zahlt am Flughafen deutlich mehr. Die Nutzungsbedingungen versuchen zusaetzlich, Buchungen ueber Vergleichsportale zu blockieren. Und was in den AGB zu Recht und Gerichtsstand steht, hat vor deutschen Gerichten mehrfach nicht gehalten.
Analyse ansehenFlixBus
FlixBus verkauft guenstige Fernbustickets, aber schon eine kleine Planaenderung kostet dich Geld: Stornieren ist ab 30 Tage vor Abfahrt kostenlos, danach werden Gebuehren faellig und du bekommst den Rest nur als Gutschein zurueck. Gepaeck ist eng begrenzt, und die Haftung fuer Schaeden ist in den AGB gedeckelt. Gleichzeitig gibt dir die EU-Fahrgastrechteverordnung fuer Busreisen Anspruerche, die die AGB nicht verkuerzen koennen.
Analyse ansehenDHL Paket
Diese AGB regeln die Beauftragung von DHL mit dem Versand eines Pakets im Inland. Ergaenzend gilt laut Ziffer 1.3 nachrangig das Frachtrecht der §§ 407 ff. HGB, soweit die AGB selbst nichts anderes bestimmen. Beim Lesen faellt auf, wie stark DHL die eigene Haftung auf gesetzliche Mindestwerte begrenzt und wie viel Spielraum sich das Unternehmen bei der Zustellung an Nachbarn einraeumt. Fuer teure Sendungen bleibt nur der Zusatzkauf einer Transportversicherung.
Analyse ansehenSixt
Diese AGB regeln die Anmietung eines Fahrzeugs bei Sixt in Deutschland, inklusive Kaution, Versicherung, Tankregelung und Rueckgabe. Konkrete Betraege fuer Kaution, Schadenpauschalen und Zusatzfahrergebuehren stehen nicht in den AGB selbst, sondern in den separat veroeffentlichten und jederzeit aenderbaren Mietinformationen. Auffaellig ist, wie viele finanzielle Folgen an schuldhaftes Verhalten geknuepft sind, von der Tankregel bis zur verspaeteten Rueckgabe, und dass Sixt nicht an der Verbraucherschlichtung teilnimmt.
Analyse ansehenE.ON
Das ist der Liefervertrag fuer Strom-Sondervertraege, also alles ausserhalb der teuren Grundversorgung. Die Preise setzen sich aus Steuern, Netzentgelten, Umlagen und Vertriebskosten zusammen, konkrete Cent-Betraege stehen nicht in diesem Dokument, sondern im jeweiligen Tarif. Auffaellig ist, dass E.ON sich Preisaenderungen per einseitiger Leistungsbestimmung vorbehaelt und dafuer nur die eigene Kostenentwicklung offenlegen muss. Dafuer bekommst du im Gegenzug ein Sonderkuendigungsrecht bei jeder Preiserhoehung.
Analyse ansehenSparkasse Girokonto
Das sind die bundesweit verwendeten AGB-Sparkassen, hier am Beispiel der Sparkasse Amberg-Sulzbach mit ihrem aktuellen Preis- und Leistungsverzeichnis. Das Basiskonto (Giro-Klassik) kostet 8,95 Euro Kontofuehrung im Monat, dazu kommen 2,50 Euro je Bargeldabhebung am Schalter ueber den einen Freiposten hinaus. Die AGB regeln vor allem, wie die Sparkasse Konditionen aendern darf, und das wurde nach einem BGH-Urteil 2021 spuerbar eingeschraenkt.
Analyse ansehenCHECK24
CHECK24 vergleicht online Versicherungstarife und vermittelt die Vertraege als Versicherungsmakler nach Paragraf 34d Gewerbeordnung. Die Nutzung des Vergleichsrechners ist fuer dich kostenlos, CHECK24 finanziert sich ueber Provisionen und Werbung. Auffaellig beim Lesen: Die AGB machen dich selbst dafuer verantwortlich, dass deine Eingaben stimmen, waehrend CHECK24 seine eigene Haftung fuer leicht fahrlaessige Fehler stark einschraenkt. Ein eigenes Gerichtsurteil zwang CHECK24 bereits dazu, seine Beratungspflichten als Makler ernster zu nehmen.
Analyse ansehenHelloFresh
HelloFresh liefert dir woechentlich eine Kochbox mit vorportionierten Zutaten, das Abo laeuft laut Paragraf 5 Absatz 1 der AGB auf unbestimmte Zeit und verlaengert sich Woche fuer Woche automatisch, solange du nicht kuendigst oder pausierst. Auffaellig ist die enge Taktung der Fristen fuer Aenderungen und Kuendigung, die sich am jeweiligen Liefertag orientiert. Die Verbraucherzentrale Baden-Wuerttemberg fuehrt derzeit mehrere Verfahren gegen HelloFresh wegen erschwerter Kuendigung und Abbuchungen trotz Kuendigung.
Analyse ansehenDisney+
Disney+ ist ein Streaming-Abo mit mehreren Abo-Optionen, darunter eine werbefinanzierte Variante. Der Nutzungsvertrag besteht aus drei Teilen: allgemeine Nutzungsbedingungen, allgemeine Bestimmungen fuer Abonnenten und Zusatzmitglieder sowie speziellen Abonnentenbestimmungen. Auffaellig ist, wie viele Rechte sich Disney fuer Aenderungen, Werbung und die Kontrolle des Account-Sharings vorbehaelt, waehrend zentrale Punkte wie Preisaenderungen an deine ausdrueckliche Zustimmung gebunden sind. Vertragspartner ist eine niederlaendische Gesellschaft, das anwendbare Recht ist niederlaendisches Recht.
Analyse ansehenAdobe Creative Cloud
Adobe Creative Cloud ist ein Software-Abo mit mehreren Laufzeitmodellen, darunter das Jahresabo mit monatlicher Zahlung. Nach den eigenen Vertrags- und Kuendigungsbedingungen verlaengert sich dein Abo automatisch, und eine Kuendigung nach den ersten 14 Tagen kostet beim Jahresabo mit monatlicher Zahlung die Haelfte der restlichen Vertragssumme. Genau diese Kuendigungsgebuehr brachte das US-Justizministerium im Namen der Handelsbehoerde FTC im Juni 2024 dazu, Adobe und zwei Manager zu verklagen, ein Verfahren, das Adobe im Maerz 2026 mit einem 150-Millionen-Dollar-Vergleich beilegte. Adobe selbst schreibt in seinen aktuellen Nutzungsbedingungen, dass es deine Inhalte nicht zum Training generativer KI-Modelle verwendet, ausser du laedst sie auf Adobe Stock hoch.
Analyse ansehenTinder
Tinder ist eine kostenlose Dating-App mit kostenpflichtigen Zusatzfunktionen wie Super-Likes, Boosts und Abonnements, die automatisch verlaengern, bis du sie kuendigst. Kaeufst du dein Abo ueber Apple oder Google, laeuft die gesamte Kuendigung und Erstattung ausschliesslich ueber den jeweiligen App-Store und nicht ueber Tinder selbst. Auffaellig ist die weitreichende Sperrbefugnis ohne Rueckerstattungspflicht und eine Schiedsklausel, die Klagen vor ordentlichen Gerichten grundsaetzlich ausschliessen will. Betreiber ist innerhalb der EU die irische MTCH Technology Services Limited, ein Tochterunternehmen der Match Group.
Analyse ansehenParship
Parship ist eine Partnervermittlungsplattform mit kostenloser Basis-Mitgliedschaft und kostenpflichtiger Premium-Mitgliedschaft, die du im Bestellprozess mit einer Erstlaufzeit von zum Beispiel 12 oder 24 Monaten abschliesst. Ziffer 5.4 der AGB sieht vor, dass sich der Vertrag nach der Erstlaufzeit automatisch auf unbestimmte Zeit verlaengert, wenn du nicht rechtzeitig kuendigst. Ausdruecklich ist die Ehevermittlung laut Ziffer 1.4 nicht Vertragsgegenstand. Der BGH hat 2021 und 2025 gleich zweimal zentrale Klauselpraxis von Parship korrigiert, einmal zum Wertersatz nach Widerruf und einmal zur automatischen Vertragsverlaengerung bei kurzen Erstlaufzeiten.
Analyse ansehenMcFIT
Der McFIT Vertrag ist eine Fitnessstudio-Mitgliedschaft mit einer auf dem Vertragsdeckblatt festgelegten Mindestlaufzeit, die sich ohne rechtzeitige Kuendigung auf unbestimmte Zeit verlaengert. Was beim Lesen der AGB auffaellt: viele konkrete Werte wie Kuendigungsfrist, Stilllegungsmonate und Preisanpassungsbetrag stehen nicht in den AGB selbst, sondern nur auf dem individuellen Vertragsdeckblatt. Ein eigenes Sonderkuendigungsrecht bei Umzug ist in den AGB nicht vorgesehen. Die AGB regeln stattdessen Preisanpassung, Stilllegung und den Kuendigungsweg ueber eine Online-Schaltflaeche.
Analyse ansehenVinted
Vinted ist ein Marktplatz fuer den Kauf und Verkauf gebrauchter Kleidung zwischen Privatpersonen, betrieben von der litauischen Vinted UAB. Beim Kauf wird zusaetzlich zum Artikelpreis eine Kaeuferschutzgebuehr von in der Regel 5 Prozent plus 70 Cent faellig. Vinted selbst tritt nur als Plattform zwischen den Nutzern auf, nicht als Vertragspartner fuer die Ware. Auffaellig ist, dass ein deutsches Gericht die bisherige Voreinstellung dieser Gebuehr bereits fuer rechtswidrig erklaert hat.
Analyse ansehenSHEIN
SHEIN ist rechtlich ein Marktplatz, nicht der Verkaeufer deiner Ware: Ziffer 1.1 und 1.2 der General Conditions of Use (GCU) stellen klar, dass Infinite Styles Services Co, Ltd nur die Plattform betreibt, waehrend der jeweils angezeigte Haendler dein Vertragspartner fuer den Kaufvertrag ist. Betreiberin ist eine irische Gesellschaft, die AGB unterliegen irischem Recht. Beim Lesen faellt auf, dass SHEIN sich in Haftungsfragen sehr weitreichend absichert und dich im Streitfall mit dem Haendler weitgehend allein laesst.
Analyse ansehenLinkedIn ist das berufliche Netzwerk der Microsoft-Tochter LinkedIn Corporation, in Europa vertreten durch die irische LinkedIn Ireland Unlimited Company. Die Nutzung ist kostenlos, kostenpflichtig sind nur Premium-Abos mit automatischer Verlaengerung. Beim Lesen der Nutzervereinbarung faellt die sehr breite Lizenz an deinen Inhalten auf sowie die zunehmende Nutzung deiner Profildaten fuer das Training von KI-Modellen.
Analyse ansehenChatGPT
ChatGPT ist ein KI-Chatbot von OpenAI, den du kostenlos oder als bezahltes Abo namens ChatGPT Plus nutzen kannst. Vertragspartner fuer Nutzer aus der EU ist die irische Tochtergesellschaft OpenAI Ireland Limited, nicht die US-Mutter. Beim Lesen faellt auf, wie stark die Bedingungen die Verantwortung fuer die Richtigkeit der Antworten auf dich abwaelzen und wie deine Eingaben standardmaessig fuer das Training verwendet werden koennen, wenn du nicht aktiv widersprichst.
Analyse ansehenEpic Games
Epic Games betreibt unter anderem Fortnite und den Epic Games Store, in denen du mit der virtuellen Waehrung V-Bucks Skins, Battle Passes und andere Inhalte kaufst. Nach den Bedingungen kaufst du dabei nie Eigentum, sondern erhaeltst nur eine Lizenz zur Nutzung. In den USA musste Epic wegen manipulativer Kaufoberflaechen und Verstoessen gegen den Kinderdatenschutz insgesamt eine halbe Milliarde Dollar an die Aufsichtsbehoerde FTC zahlen.
Analyse ansehenRedaktionelle Analyse öffentlicher Nutzungsbedingungen. Bildung, keine Rechtsberatung.