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Onlinehandel und Abos

Abo kündigen und Onlinekauf widerrufen: Deine Rechte

Onlineverträge sind schnell geschlossen. Genau deshalb hat der Gesetzgeber hier die stärksten Rückwege eingebaut: das Widerrufsrecht, die Buttonlösung und seit 2022 den Kündigungsbutton.

Und weil viele Anbieter diese Vorgaben nur halbherzig umsetzen, entstehen Lücken. Fehlt der korrekt beschriftete Button, kommt schlicht kein Vertrag zustande.

Hier sammeln wir die Fälle, in denen genau das passiert ist.

21 Fälle zu Onlinehandel und Abos

VerbraucherrechtRückzahlungBGH

Corona & das Fitnessstudio

Das Studio war zu, die Beiträge liefen weiter. Bis der BGH einen Schlussstrich zog: Für die Schließzeit gibt es das Geld zurück. Eine bloße Gutschrift reicht nicht.

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VerbraucherrechtKündigungGesetz

Der Ausstieg per Klick

Abschließen mit einem Klick, aber kündigen nur per Brief und Hotline-Warteschleife? Seit dem 1. Juli 2022 ist damit Schluss. Fehlt der Kündigungsbutton, kannst du sogar sofort raus.

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VerbraucherrechtWiderrufBGH

8.000 Euro fürs Dating, fast alles zurück

Eine Partnervermittlung deklarierte 90 Prozent des Honorars als "sofort erbracht", um den Widerruf auszuhebeln. Der BGH kippte den Trick. Die Kundin bekam den Großteil ihrer 8.330 Euro zurück.

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VerbraucherrechtGewinnzusageBGH

"Sie haben gewonnen!" Dann zahlt auch

Diese Werbebriefe kennt jeder: angeblich 10.000 Euro gewonnen. Was kaum jemand weiß: Wer so einen Gewinn verspricht, muss ihn laut Gesetz tatsächlich auszahlen.

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VerbraucherrechtOnlinehandelGesetz

Kein "zahlungspflichtig", kein Vertrag

Aus Versehen ein teures Abo im Netz abgeschlossen? Wenn der Bestell-Button nicht klar "zahlungspflichtig bestellen" hieß, ist gar kein Vertrag zustande gekommen. Du musst nicht zahlen.

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VerbraucherrechtWiderrufGesetz

An der Haustür unterschrieben? 14 Tage raus

Der Vertreter war überzeugend, jetzt hast du einen Vertrag am Hals, den du nie wolltest. An der Haustür, auf der Straße oder der Kaffeefahrt gilt: 14 Tage Widerruf. Bei fehlender Belehrung sogar ein Jahr.

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DatenschutzDSGVOBGH

100 Euro fürs Datenleck

Millionen Handynummern landeten durch ein Facebook-Leck im Netz. Der BGH entschied 2024: Schon der Kontrollverlust über deine Daten ist ein Schaden. Rund 100 Euro, ohne dass du weitere Folgen beweisen musst.

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VerbraucherrechtKündigungBGH

Krank? Raus aus dem Fitnessvertrag

Eine schwere Krankheit macht Training unmöglich, aber der Vertrag läuft noch zwei Jahre? Dann kannst du außerordentlich kündigen. Ein bloßer Umzug reicht dafür allerdings nicht.

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KaufrechtGebrauchtwagenBGH

Gekauft wie gesehen? Nicht bei Lügen

Beim Privatkauf schließt gekauft wie gesehen die Gewährleistung aus. Aber nur bei erkennbaren Mängeln. Bei verschwiegenen Unfällen oder zugesicherter Unfallfreiheit greift der Ausschluss nicht.

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KaufrechtOnlinehandelVerbraucher

Paket verschwunden? Nicht dein Risiko

Beim Onlinekauf trägt der Händler das Transportrisiko, nicht du. Geht das Paket verloren, musst du nicht erneut zahlen und nicht dem Paketdienst hinterherlaufen.

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AboAGBKündigung

Ein Monat statt ein Jahr: das Abo-Beben

Jahrzehntelang war es legal: Frist verpasst, Vertrag um ein volles Jahr verlängert. Am 1. März 2022 kippte der Gesetzgeber diese Bauart. Seitdem kostet ein verpasster Termin höchstens noch einen Monat.

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DigitalMinderjährigeRückerstattung

2.630 Euro verspielt, alles zurückgeholt

Ein 14-Jähriger kaufte in einem Onlinespiel Spielwährung, Klick für Klick. Auf der Kreditkarte der Eltern standen am Ende rund 2.630 Euro. Das Geld kam zurück, und der Grund dafür steht im BGB.

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WiderrufOnlinehandelBGHEuGH

Folie ab, Geld weg? Der BGH sagte nein

Ein Kunde bestellte online eine Matratze für 1.094,52 Euro und riss die Schutzfolie auf. Der Händler erklärte das Widerrufsrecht damit für erledigt. Am Ende sprachen ihm die Gerichte 1.190,11 Euro zu.

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WiderrufOnlinehandelVerbraucherrecht

Der Widerrufsbutton: raus mit zwei Klicks

Vierzehn Tage Widerrufsrecht gab es schon lange. Nur den Weg zurück versteckten Anbieter gern hinter Hotlines und Kontaktformularen. Seit dem 19. Juni 2026 steht der Knopf im Gesetz.

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ReparaturGewährleistungEU-Recht

Recht auf Reparatur: der Hersteller muss ran

Drei Jahre alt, kaputt, kein Ersatzteil, kauf dir ein neues. So endeten Millionen Reparaturen, bevor sie begannen. Seit dem 23. Juli 2026 gibt es einen Anspruch direkt gegen den Hersteller.

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OnlinehandelWiderrufZoll

Temu zurückschicken: wer zahlt den Rückweg?

Neun Euro für die Jacke, dazu Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und Servicepauschale. Und jetzt soll das Ding zurück nach Asien. Dein Widerrufsrecht endet nicht an der EU-Grenze, dein Geld manchmal schon.

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InfluencerSchleichwerbungSocial MediaUWG

Himbeermarmelade ohne Werbekennzeichnung: Wie eine Influencerin den BGH beschäftigte

Ein Instagram-Post über Marmelade landete vor dem Bundesgerichtshof und klärte, wann Tap Tags kennzeichnungspflichtige Werbung sind, und wann nicht.

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TicketzweitmarktIrrefuehrungFussballOnline-Kauf

Viagogo: Wenn dein Konzertticket am Einlass plötzlich nichts mehr wert ist

Du kaufst ein Ticket fuer dein Lieblingsspiel auf Viagogo, zahlst drauf und stehst am Stadiontor trotzdem draussen. Gleich mehrere Bundesligavereine und Verbraucherschuetzer haben die Plattform deshalb verklagt und gewonnen.

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UrheberrechtAbmahnungFotoklauOnlinehandel

Ein Foto von der Messe, ein Firmenlogo drueber, 3.472 Euro Schaden: Der Bilderklau-Fall vor dem LG Koeln

Ein eBay-Verkaeufer klaut ein Produktfoto, klebt sein Logo drauf und verkauft weiter. Das Landgericht Koeln erklaert, wie teuer das werden kann und warum die MFM-Tabelle dabei nur die halbe Wahrheit ist.

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OnlinehandelBewertungenUWGWettbewerbsrecht

Fuenf Sterne fuer einen Euro Rabatt: Wie Onlineshops mit gekauften Bewertungen taeuschen

Haendler verschenken Rabatte fuer Fuenf-Sterne-Bewertungen und verschweigen, dass sie ihre Rezensionen nicht pruefen. Gerichte stoppen das seit 2022 immer haeufiger, zuletzt das Landgericht Duesseldorf.

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KaufrechtOnlinehandelRücktritt

Bestellt, bezahlt, nichts da

Kurz vor Weihnachten steht der Karton nicht unterm Baum, sondern irgendwo im Nirgendwo. Ein Streit um eine schwammige Lieferzeitangabe zeigt, wann du einfach zurücktreten und dein Geld zurückholen kannst.

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